Der BDI setzt sich grundsätzlich ein für Vertragsautonomie bei der Auftragsforschung zwischen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft. Wissenschaft und Wirtschaft sollen individuell, situationsabhängig und frei darüber entscheiden können, unter welchen Bedingungen Forschungsaufträge durchgeführt werden!
Für mehr Innovationen aus Deutschland und für mehr Wertschöpfung in Deutschland ist eine fruchtbare und möglichst reibungslose Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Nutzung aller Transferpotenziale erforderlich. Bei der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaft spielen verschiedene rechtliche und institutionelle Aspekte eine erheblich Rolle. Beispielsweise geht es darum, ob und wie im Falle von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft die vertragliche Beziehung zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtung geregelt ist.
So bietet der sogenannte "Berliner Vertrag" alternative Vertragsbausteine an und stellt damit wertvolle Anregungen für die vertragsrechtliche Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Verfügung. Er ist aber weder ein Mustervertrag noch Leitlinie oder in irgendeiner Weise bindend oder gar abschließend, sondern er soll lediglich die individuelle Vertragsgestaltung erleichtern.
Weitere Informationen:
- Positionspapier "Erklärung der deutschen Industrie zu aktuellen Aspekten des Technologietransfers zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrie" vom 2. April 2004 Download
- Neun Thesen zum Expertengespräch der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion am 11. Juni 2007 Download
Broschüre "Mustervereinbarungen für Forschungs- und Entwicklungskooperationen" des BMWi
Forschungsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Gründe, warum gerade kleinere Unternehmen das gemeinsame Forschen und Entwickeln mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen scheuen, ist mitunter der juristische und administrative Aufwand. Der "Rat für Innovation und Wachstum" hat dieses Thema aufgegriffen. Die erarbeiteten Mustervereinbarungen sind in einer neuen Broschüre des BMWi veröffentlicht. Die Vorschläge können Abstimmungsaufwand für Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft verringern. Kleine und mittlere Unternehmen bietet die Broschüre eine Hilfestellung, sich in Forschungskooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen zu engagieren.
Sie finden die Broschüre unter der Adresse
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=217918.html.